Dipl.-Ing. Michael Reska

A.-Einsteinstr. 2,

Raum: 124 (Stelzengang)

Tel: +49 381 498 9425

Fax: +49 381 498 9402

Email: michael.reska(at)uni-rostock.de

Curriculum Vitae

Curriculum Vitae

  • Geboren: 1983 in Röbel/Müritz
  • 2003 Abitur
  • 2003 – 2004 Grundwehrdienst
  • 2004 – 2010 Studium Maschinenbau Universität Rostock Energiemaschinen/Verbrennungsmotoren & Angewandte Wärme- und Stoffübertragung
  • 2010 – 2011 Entwicklungsingenieur bei der FVTR GmbH
  • 2011 – 2014 Entwicklungsingenieur bei der Oberaigner Automotive GmbH
  • 2014 – 2015 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Rostock Lehrstuhl Technische Thermodynamik
  • 2015 – 2017 Forschungsingenieur bei der FVTR GmbH Rostock
  • seit Juni 2017 wissenschaftlicher Mitarbeiter der Universität Rostock Lehrstuhl Technische Thermodynamik
Forschungsthemen

Forschungsthemen

MEmBran - Modellierung von Emissionen und Brennstoffverbrauch beim Manövrieren von Schiffen

In der maritimen Branche rücken – sei es zum einen durch verschärfte Gesetzgebung und zum anderen durch öffentliche Diskussionen - neben dem Kraftstoffverbrauch auch Emissionen zunehmend in den Fokus. Verbesserte bzw. neue Antriebskonzepte, Brennverfahren und alternative Kraftstoffe besitzen ebenso das Potential den damit verbundenen steigenden Anforderungen zu begegnen wie eine optimierte Ausnutzung sowohl umgerüsteter als auch bestehender Systeme. Bezogen auf die Schiffshauptmaschinen lassen sich zwei generelle Betriebsmodi unterscheiden. Wohingegen die Dynamik von Verbrauch und Emissionen bei konstanter Geschwindigkeit auf hoher See oder im Hafen anliegend gering ausfällt und die Hauptmaschinen im Stationärbetrieb fahren, sind die Betriebszustände beim Manövrieren in Küstenzonen und insbesondere im Hafen stark instationär. Schnelle Wechsel von Maschinen- bzw. Ruderkommandos zum aktiven Beschleunigen, Bremsen oder Wendemanöver des Schiffes resultieren in fluktuierenden Lastanforderungen, wodurch erhöhter Verbrauch und Emissionen folgen. Insbesondere während dieser dynamischen Betriebsweise gewinnen das unterschiedliche Nutzerverhalten und die Abstimmung aller Maschinensysteme an entscheidender Bedeutung. Die Auswirkungen verschiedener Manöverstrategien bewerten und darüber hinaus vorhersagen zu können, verspricht Potential zur Senkung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen. Das durch das BMWi (Bundesministerium für Wirtschaft und Energie) geförderte Verbundprojekt zur Modellierung von Emissionen und Brennstoffverbrauch beim Manövrieren von Schiffen, kurz „MEmBran“, greift diese Problematik auf und beinhaltet eine solche detaillierte Betrachtung der instationären Betriebszustände während des hochdynamischen Manövrierens. Zu Simulationszwecken wird ein Gesamtmodell für den Schiffsbetrieb geschaffen, welches den transienten Charakter der Manöver abbildet. Der Aufgabenbereich des Lehrstuhls für Technische Thermodynamik der Universität Rostock liegt in der Modellierung des Motorinnenprozesses. Als elementares Teilmodell dient dieses der Berechnung und Prädiktion von Kraftstoffverbrauch und Emissionen in Abhängigkeit der Lastanforderung des Schiffsbetriebes. Dazu werden thermodynamisch und teilempirisch basierte Ansätze für die Berechnung des Motorinnenprozess herangezogen, während für die Emissionsberechnung reaktionskinetisch basierte Modelle implementiert werden. Umfangreiche Versuche an einem Schiffsdieselmotorenprüfstand liefern für das Modell sowohl Randbedingungen als auch Validierungsdaten. Das Gesamtmodell zur Schiffssimulation zielt mit der Prädiktion von Verbrauch und Emissionen im Schiffsmanöverbetrieb auf effizienteres und vorausschauendes Navigieren und Manövrieren im Bereich der Seeschifffahrt ab.